Häufig gestellte Fragen rund um die Mitarbeit in einem Unternehmen der katholischen Kirche

Die Caritas ist eine Lebens- und Wesensäußerung der katholischen Kirche. Die dem Deutschen Caritasverband angeschlossenen Einrichtungen dienen dem gemeinsamen Werk christlicher Nächstenliebe. Dienstgeber und Mitarbeiter bilden eine Dienstgemeinschaft und tragen gemeinsam zur Erfüllung der Aufgaben der Einrichtung bei.

Wenn Sie weitere Fragen haben wenden Sie sich bitte an Renate Iffland unter r.iffland@cts-mbh.de

Was ist, wenn ich nicht der katholischen Kirche angehöre?

In den Einrichtungen der cts sind sowohl Mitarbeiter, die verschiedenen christlichen Konfessionen als auch anderen Religionen angehören, herzlich willkommen.

Was bedeutet es für mich persönlich, bei einem katholischen Unternehmen zu arbeiten?

Bei einem katholischen Unternehmen zu arbeiten, bedeutet für einen katholischen Mitarbeiter, dass er sich in seiner persönlichen Lebensführung an der Glaubens- und Sittenlehre sowie den übrigen Normen der katholischen Kirche orientiert. Die  Lebensführung des nichtkatholischen Mitarbeiters darf dem kirchlichen Charakter der Einrichtung, in der er tätig ist, nicht widersprechen.

Was verdiene ich?

Wir bieten eine leistungsgerechte Vergütung nach den Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes mit außergewöhnlichen Sozialleistungen. Die Eingruppierung des Mitarbeiters richtet sich nach den Tätigkeitsmerkmalen, somit erhält er Vergütung nach der Vergütungs- bzw. Entgeltgruppe, in die er eingruppiert ist.

Die Vergütungsstruktur gliedert sich wie folgt:

  • Ärzte nach Marburger Bund - Anlage 30 z.d. AVR
  • Mitarbeiter im Pflegedienst - Anlage 31 z.d. AVR
  • Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst – Anlage 33 z.d. AVR
  • Sonstige Mitarbeiter – Anlage 2 z.d.AVR

Die Dienstbezüge bestehen aus:

  • der Regelvergütung
  • der Kinderzulage (Anlagenbezogen)
  • den sonstigen Zulagen (Anlagebezogen)

Folgende vergütungsbezogene Sozialleistungen werden den MitarbeiterInnen gewährt:

  • Weihnachtszuwendung und Urlaubsgeld (anlagenbezogen)
  • Jahressonderzahlungen (anlagenbezogen)
  • Zusatzversorgung z.B. Altersvorsorge
  • Sozialleistungspaket z.B. BVUK
  • Pflegezulage
  • Leistungsentgelt

 

Wie sind meine Arbeitszeiten?

Beschäftigte der Anlage 2

Die regelmäßige Arbeitszeit der Mitarbeiter beträgt durchschnittlich 39 Stunden in der Woche.

Beschäftigte der Anlage 30

Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ausschließlich der Pausen durchschnittlich 40 Stunden wöchentlich. Die regelmäßige Arbeitszeit kann auf 5 Tage, aus notwendigen dienstlichen oder betrieblichen Gründen auch auf sechs Tage verteilt werden. 

Beschäftigte der Anlage 31

Die regelmäßige Arbeitszeit der Mitarbeiter beträgt ausschließlich der Pausen durchschnittlich 39 Stunden wöchentlich. 

Beschäftigte der Anlage 33

Die regelmäßige Arbeitszeit der Mitarbeiter beträgt ausschließlich der Pausen durchschnittlich 39 Stunden wöchentlich.

 

zu Anlagen siehe unter Punkt „Was verdiene ich“

Es ist in allen Berufsgruppen sowohl eine Voll- als auch eine Teilzeitbeschäftigung möglich.

Sonderformen der Arbeit:

Überstunden

Nachtarbeit

Sonntagsarbeit

Feiertagsarbeit

Samstagsarbeit

Bereitschaftsdienst (Rufbereitschaft)

 

Gibt es Zusatzleistungen?

Weitere Zusatzleistungen, Interdisziplinäre Veranstaltungen sind:

  • Freiwillige Zusatzversicherung bei der KZVK (Kirchliche Zusatzversicherungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands )
  • Sozialleistungspaket (Berufsunfähigkeitsversicherung)
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement z.B. Obsttage, Sport- und Gymnastikgruppen, Kooperation mit Fitnessstudio
  • Zielvereinbarungs-, Beurteilungs- und Fördergespräche
  • Leistungsentgelt
  • Außertarifliche Zulagen und Leistungszulagen
  • Zuschuss bei Vermögenswirksamen Leistungen
  • Familienfreundliche Arbeitsmodelle/-zeiten Mobilzeitvereinbarung
  • 30 Urlaubstage für alle Altersstufen
  • Sonderurlaub (z.B. bei Kommunion der Kinder)
  • Fort- und Weiterbildung
  • Zusatzurlaub
  • Arbeitskleidung wird von Dienstgeber gestellt (Reinigung wird ebenfalls vom übernommen)
  • Vergünstigte Verpflegung
  • Kostengünstige Parkmöglichkeiten
  • Beihilfe z.B. bei Arbeitsplatzbrillenanschaffung
  • Betriebsarzt
  • Mitarbeiterevents und- angebote z.B. Interne Fort- und Weiterbildungen, Weihnachtsfeiern, Sommerfeiern, Mitarbeitervollversammlungen, Teamgespräche, Firmenlauf, Aktionstage (Gesundheitscheck)
Was passiert, wenn ich während meiner Beschäftigungszeit aus der katholischen Kirche austrete?


Nach der Grundordnung von 1993 gilt der Kirchenaustritt aus der katholischen Kirche als absoluter Kündigungsgrund (Art.5 Abs.5); in allen anderen Fällen eines so genannten Loyalitätsverstoßes findet eine Abstufung nach Konfession und Funktion statt, so dass - vom Kirchenaustritt abgesehen - stets eine Beurteilung der Einzelumstände nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist.

Welche Fort- und Weiterbildungsangebote gibt es?

Im Rahmen der Qualitätssicherung oder des Personalbedarfs des Dienstgebers können MitarbeiterInnen an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen. Diese orientieren sich an Vorgaben, Empfehlungen des Dienstgebers und/oder an Wünschen und Anregungen der MitarbeiterInnen und deren Vorgesetzte.

Der Mitarbeiter erhält hierfür im Kalenderjahr bis zu 5 Arbeitstage und, wenn er regelmäßig mehr als 5 Arbeitstage in der Woche arbeitet, bis zu 6 Arbeitstage Arbeitsbefreiung unter Fortzahlung der Dienstbezüge und der in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen. Die Kosten für die Fort- und Weiterbildung werden gemäß Dienstvereinbarung § 42 MAVO Trier über ein abteilungsbezogenes Fortbildungskonzept kategorisiert und vom Dienstgeber getragen

Wie sieht der Urlaubsanspruch aus?

Die Mitarbeiter und die zu ihrer Ausbildung oder zum Dualen Studium Beschäftigten erhalten in jedem Urlaubsjahr den gesetzlichen Mindesturlaub von vier Wochen und haben einen weitergehenden Urlaubsanspruch. Urlaubsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Urlaub des Mitarbeiters, dessen durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf 5 Arbeitstage in der Kalenderwoche verteilt ist, beträgt 30 Arbeitstage, soweit nicht eine für den Mitarbeiter günstigere gesetzliche Regelung (z.B. für Jugendliche und schwerbehinderte Menschen) oder für die zu ihrer Ausbildung Beschäftigten eine Sonderregelung getroffen ist.  

Der Mitarbeiter wird in jedem Kalenderjahr an einem Arbeitstag von der Arbeit freigestellt. Für die Zeit der Freistellung erhält der Mitarbeiter die Dienstbezüge und die in Monatsbeträgen festgelegten Zulagen fortgezahlt.

Anmerkung:

Schwerbehinderte Menschen haben Anspruch auf einen bezahlten zusätzlichen Urlaub von fünf Arbeitstagen im Urlaubsjahr; verteilt sich die regelmäßige Arbeitszeit des schwerbehinderten Menschen auf mehr oder weniger als fünf Arbeitstage in der Kalenderwoche, erhöht oder vermindert sich der Zusatzurlaub entsprechend. Soweit tarifliche, betriebliche oder sonstige Urlaubsregelungen für schwerbehinderte Menschen einen längeren Zusatzurlaub vorsehen, bleiben sie unberührt.

Welche Altersversorgung erwarte mich?

Kirchliche Zusatzversorgungskasse

Der Dienstgeber ist verpflichtet, die Versorgung der Mitarbeiter für Alter und Invalidität gemäß den Bestimmungen der AVR zu veranlassen.

Mitarbeiter und die zu ihrer Ausbildung oder ihrem Dualen Studium Beschäftigten, für die nach der Satzung der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands Versicherungspflicht besteht, sind durch ihren Dienstgeber bei der Zusatzversorgungskasse zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Erwerbsunfähigkeitsversorgung sowie der Versorgung ihrer Hinterbliebenen zu versichern. 

Der Dienstgeber trägt die von der Zusatzversorgungskasse nach § 62 der Satzung der Zusatzversorgungskasse festgesetzten Beiträge bis zu einer Höhe von 5,2 v. H. des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts des Beschäftigten allein. An dem darüber hinausgehenden Beitrag des Dienstgebers zur Pflichtversicherung beteiligt sich der Beschäftigte zur Hälfte mit einem Eigenbeitrag im Sinne des § 61 Abs. 2 der Satzung der Zusatzversorgungskasse.

Der aktuelle KZVK Beitragssatz beträgt 5,3 Prozent, d.h. die MitarbeiterInnen tragen derzeit 0,5 Prozent des Beitragssatzes selbst.

Die Eigenbeteiligung bei der kommunalen Zusatzversorgung Baden-Württemberg (nur teilweise in Württemberg) wird sich voraussichtlich von 0,15 Prozent auf 0,35 Prozent erhöhen.

Sozialleistungspaket

Im April 2014 wurde im cts-Verbund die Einführung des cts-Sozialleistungspaket abgeschlossen. Es bietet den MitarbeiterInnen die Möglichkeit zur Absicherung gegen eine eventuelle Berufsunfähigkeit bzw. für eine zusätzliche Altersversorgung.

Das hierfür beauftragte Beratungsunternehmen der BVUK GmbH bietet in einem gewissen Rhythmus Beratungstermine im Haus an. Bei diesen Terminen können sich die MitarbeiterInnen über das cts-Sozialleistungspaket informieren und freiwillig über einen Abschluss entscheiden. Die Beratungstermine werden als Arbeitszeit gewertet.